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Tag 23: Hallo Malang

In Malang am Bahnhof angekommen, ging es zu Fuß zu unserem Hostel – dem Kampong Tourist -, das nur 10 Minuten vom Bahnhof entfernt lag. Es war eine schöne Unterkunft. Das Hostel bzw. die Bambushütten befanden sich auf dem Dach eines gehobeneren Hotels.

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Man hatte einen schönen Ausblick über die Dächer Malangs und es wehte immer ein kleines Lüftchen, was die Hitze etwas erträglicher machte. Gleichzeitig drang aber auch eine Menge Lärm der Straße hinauf in unsere 18 Betten zählende Bambushütte, die jedoch bis auf 2 weitere Gäste leer war.


Wir entspannten ein Weilchen in der Unterkunft, duschten und machten uns dann mit unserer Wäsche auf zu einer Wäscherei, die sich direkt neben unserem Hostel an der Straße befand. Wir irrten zuerst noch etwas herum, weil die Beschreibung des Hostelstaff für uns etwas uneindeutig war, fanden die Wäscherei dann aber nach etwas Herumfragen in der Nachbarschaft einfach nebenan. Für 7,4 kg – was einen Großteil unserer Kleidung ausmacht – bezahlten wir 37.000 IDR [2,22 €]. Unglaublich, dafür kann man sich wirklich keine eigene Waschmaschine auf den Rücken binden und auf der Reise mitschleppen. Es ist schön zu wissen, wie einfach sich das Waschen auf unserer Reise bisher gestaltet. Abgeben, nach Gewicht bezahlen und 24 Stunden später trocken – meist sogar noch gebügelt – abholen. Ein Träumchen!
Nach der erfolgreichen Wäsche-Abgabe begaben wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem. In einem kleinen Warung fanden wir etwas Leckeres, natürlich wieder mal Reis. Eine Ricebowl mit Gemüse. Und Mona wurde neben dem Reis noch glücklicher, als sie ihren geliebten Thai Tea mit Milch auf der Karte fand. Daraus wurden auch schnell zwei und auch Pumba trank einen an diesem Abend – ist er doch auch auf den Geschmack dieser Köstlichkeit gekommen. Er ist auch einfach zu gut. Also Pumba.
Den Abend verbrachten wir im Aufenthaltsbereich des Hostels. Es war sehr gemütlich. Mit zwei Bier machten wir uns ans Bloggen, Anschauen und Bearbeiten von Bildern. All das eben, was ihr hier so miterleben könnt. Wir genossen den Abend auf dem Dach. Mona zog Pumba sogar im Biertrinken ab – was war denn da los?

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Nach 22 Stunden wach sein, in denen wir zu den Viewpoints am Mount Bromo wanderten, die Busfahrt von Cemoro Lawang nach Malang über Probolinggo hinter uns brachten, einen schönen Nachmittag hier verlebten und nun zwei Bier auf unserem Hosteldach getrunken hatten, ging es nun ins Bett im dürftig belegten 18er Zimmer.
So schön unser Aufenthalt in dem Hostel an diesem Tag begann, so schrecklich entwickelte sich die Nacht! Pumba erwachte nach ca. 90 minütigem Schlaf, nachdem er sich im Halbschlaf schon aufgrund neuer Moskitostiche ständig am kratzen war. Er ärgerte sich über vermutlich ein bis zwei Moskitos im Schlafsaal, zog jedoch einfach die Decke bis ans Kinn und wollte weiterschlafen. Als dann ein Moskito die Dreistigkeit besaß, ihm in ein Nasenloch zu fliegen reichte es ihm aber und er wollte dieses Moskito tot sehen. Als er das Licht der Stirnlampe anmachte, war er aber mehr als verdutzt. In dem durch Wände und Vorhänge abgeschlossenen Raum unserer Doppelkoje entdeckte er auf Anhieb sicherlich 10 umherfliegende Moskitos und es sollten immer mehr werden. Wie John Rambo setzte er zum alleinigen Kampf gegen Alle an und wollte erst Ruhe geben, wenn er die ganze Sippschaft mit bloßen Händen zermalmt hatte.
Nach etwa 20 Minuten kriegsähnlichen Zuständen im Halblicht der Stirnlampe in unserer Schlafkoje hatte er mit ca. 15 Moskitos die meisten ihrer Art schon zu mehr oder weniger großen Blutflecken oder schlicht zu Staub verarbeitet. Jetzt wollte Pumba noch einmal Mona ableuchten, um in der Ecke ihres Kopfbereiches nach weiteren Moskitos Ausschau zu halten. Zu seiner Verwunderung hatten es sich drei Moskitos auf ihrer rechten Wange und ihrem Auge bequem gemacht und tranken scheinbar von ihrem Blut, als gäbe es kein Morgen mehr. Zu diesem Zeitpunkt wussten sie wohl auch noch nicht, dass es ihre Henkersmahlzeit war und es für sie wirklich kein Morgrn mehr geben würde. Da diese drei selbst beim Wedeln mit der Hand nicht fortflogen, konnte Pumba sogar eine während dem Trinken mit zwei Fingern greifen und zerdrücken.

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Mona erwachte schließlich auch und konnte neben dem Kampf gegen die letzten Überlebenden nur noch zahlreiche Blutflecken auf Kissen und Bettlaken als Beweis für Pumbas aufoperungsvollen Kampf als Ein-Mann-Armee ausmachen. Schließlich war die Schlacht gewonnen, es blieben nur ein blutdurstiger Pumba und eine im Gesicht zerstellte und dadurch mental angeschlagene Mona (Gott sei Dank juckten die Stiche im Gesicht wenigstens nicht so) zurück. Wir sprayten unser Anti-Moskito-Spray in der Koje umher, in der Hoffnung, dass dadurch keine Verstärkung nachrücken würde und wir die zweite Hälfte der Nacht schadlos überstehen würden (was bis auf das Erwachen durch den Ruf des Muezzin auch gelang).

Tag 24: Rainbow Village

Am nächsten Morgen frühstückten wir in unserer Unterkunft und planten unseren Fußtripp durch Malangs Innenstadt. Neben zwei Parks und dem Regenbogenviertel wollten wir am Abend auf einen Nachtmarkt gehen. Alles war von unserer Unterkunft aus zu Fuß zu erreichen, schließlich hatten wir die letzten Tage Fußmärsche schon gut geübt.

Das Frühstück ließ jedoch überraschend lange auf sich warten, sodass wir uns kurz wegen unserer Pläne sorgten und schon über Streichungen in unserem Tagesplan nachdenken mussten. Irgendwann kam es dann aber doch und wir zogen los, nachdem der Oreo-Milkshake ausgelöffelt war.
Der erste Park war eigentlich gar kein wirklicher Park als solches. Es handelte sich hierbei eher um einen großen Verkehrskreisel, umgeben von mächtigen Bäumen sowie schönen und edlen Kolonialbauten der Holländer.

In der Mitte des Kreisels befand sich eine Grünfläche, die zu einer in einem kleinen See befindlichen Säule mündete. Das erste Mal während unseres Aufenthalts in Indonesien fiel uns hier eine wirklich geordnete Mülltrennung auf. So gab es in Malang an zahlreichen öffentlichen Plätzen und auf der Straße verschiedene Müllbehälter für unterschiedlichen Müll.

In Deutschland usus, hier eine Erwähnung mit Foto wert.
Wir zogen auch aufgrund des nicht vorhandenen Schattens zügig zu unserer nächsten Station weiter. Dem Regenbogendorf.
Das Regenbogendorf war einst eines der ärmsten Viertel der Stadt, bis jemand an der Uni auf die Idee kam, das Viertel durch buntes Anstreichen seiner Häuser hervorzuheben und ihm so einen touristischen Anreiz zu schaffen, der Geld in das Viertel bringen sollte. So spendierte eine größere Fabrik allerhand Farben und eine Menge Leute unterstützten die Aktion, indem sie die Häuser, Dächer, Bordsteine und Straßen im Viertel bunt anmalten. Zu Hause wäre das wohl undenkbar, wenn jemand ankommt und unsere Häuser knallbunt anmalen möchte. Hier wurde es ein großes Gemeinschaftsprojekt, an dem sich nicht nur Bewohner und Studenten, sondern eine Menge weiterer Personen beteiligten. Und siehe da, es funktionierte wohl, denn heute ist das Regenbogendorf eines der To-Do’s in Malang.
Wir erreichten das Viertel über eine stark befahrene Brücke, auf der wir scheinbar die Hauptattraktion waren, wenn man die hupenden und rufenden Vorbeifahrenden betrachtet.

Uns fiel auf, dass die Häuser auf der einen Seite der Brücke in allen möglichen Regenbogenfarben gestrichen waren, auf der anderen Seite der Brücke aber jedes Haus mitsamt Fassade, Dach, Bordstein und Straße ausschließlich in blau gehalten war. Ob blau die günstigste Farbe war, oder ob die restlichen Farben nach der ersten Viertelhälfte ausgingen, wissen wir leider nicht.


So gingen wir erst einen Weg hinab, der von der Mitte der Brücke zur blauen Seite führte und schließlich von da unter der Brücke hindurch zur bunten Seite. Unsere Füße trugen uns zum Drohnieren (bitte Abstimmen, ob das Wort weiterhin Verwendung finden sollte, wir sind uns da uneins) hinunter ans Flussufer. Während Drohni durch die Luft flog, brannte die Sonne uns aber dann auf dem sandigen Untergrund fast die Füße weg. Wir versuchten wirklich so gut es ging in unserem eigenen Schatten zu stehen, sonst hätten wir keine 10 Sekunden auf der Stelle stehen können.


Nach dem Drohnenflug wollten wir zu der kleinen Brücke, die die Viertelseiten rechts und links vom Fluss verband. Leider war die Beschilderung nicht die beste (bzw. garnicht vorhanden), sodass wir mehrfach falsch abbogen und immer wieder unterhalb der Brücke aus den engen Gassen der bunten Häuser herauskamen. Der ein oder andere Viertelbewohner wird wohl auch schon über die 2 Touris gelacht haben, die ein ums andere Mal an ihnen vorbeischlenderten. Irgendwann hatten wir aber dann mit einem Eis in der Hand die richtige Abzweigung erwischt und fanden uns auf der Brücke wieder. Das ganze Spiel sollte sich aber als Zeitverschwendung herausstellen, denn für die andere Seite der Brücke wurde Eintritt verlangt, den wir nicht zahlen wollten, da es auch auf „unserer“ Seite genug bunte Häuser und Gassen zu sehen gab. So machten wir kehrt und suchten uns ein schattiges Plätzchen.


Als Mona drohte, schlapp zu machen, gingen wir dann schließlich weiter, um ihr irgendwo an der Straße Wasser zu besorgen. Auf dem Weg zum nächsten Park, den wir per Google Maps angepeilt hatten, landeten wir in einem Einkaufszentrum. Hier bummelten wir eine Zeit lang durch die Flure auf der Suche nach Leinenhosen für Chris, fanden jedoch nur Unmengen an Jeans und an stylishen Hemden. Im dazugehörenden Supermarkt gab es immerhin noch ein paar Snacks für unser Picknick im Park. Außerdem wurden hier Pommes verkauft. Auf Gewicht, also nicht in Packungen, sondern zum Ausschaufeln im Kühlregal, doch Mona war nicht für eine kleine Portion zu begeistern.

Kaum waren wir im wirklich schön angelegten Alun-Alun-Park angekommen, machten wir das ein oder andere Foto von der Springbrunnenanlage mit der Moschee „Masjid Besar Kota Malang“ im Hintergrund.
Die Kamera hatte gerade ein Foto geschossen, da lief ein junger Indonesier höchst motiviert auf uns zu und fragte uns auf Deutsch, ob wir Deutsch verstehen würden. Wir mussten lachend bejahen, woraufhin sich der junge Mann zu uns setzte. Es stellte sich heraus, dass sein Name Ham war und er seit einigen Monaten jeden Tag ein paar Stunden Deutsch lernte, wenn er von der Uni nach Hause kam. Sein Traum sei es, einmal nach Deutschland zu kommen, er liebte die deutsche Sprache und sah sie als Bedingung an, seinen Traum zu verwirklichen. Das hielt seine Motivation sehr weit oben.

So besuchte er den Park nach eigenen Angaben regelmäßig, um Deutsche ausfindig zu machen und mit ihnen zu sprechen, damit er sein Deutsch noch weiter verbessern kann. Seine Sprachkenntnisse und sein Instagram Account lassen darauf schließen, dass er mit dem Versuch, hier Deutsche zu treffen, regelmäßigen Erfolg hat. Es verging das ein oder andere Stündchen mit Diskussionen über das Plusquamperfekt, das Futur II oder den Konjunktiv, über maskulin und feminin, über Genitiv und Dativ. Unsere Blasen drückten aber schließlich und wir ließen Ham im Park zurück, um in einem Café bei einem Käffchen eine Toilette abzugreifen. Hier trank Pumba das erste Mal in seinem Leben Kaffee mit Zucker. Ekelhaft. Wie kann man das mögen? Normal trinkt er Kaffee ja nur schwarz und lecker, aufgrund eines Fehlers der Bedienung war nun aber Milch und Zucker dabei. Milch ok, das kannte er, kam er mit klar, aber hätte er gewusst, wie schlecht Kaffee mit Zucker doch ist, hätte er ihn wohl dankend zurückgehen gelassen. Nächstes Mal wieder schwarz und lecker.

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Es war schon 18 Uhr und dunkel, sodass wir zum in der Nähe befindlichen Nachtmarkt aufbrachen. Hier gab es jedoch nicht viel zu sehen. Der Markt war viel kleiner als gedacht und viele Händler waren ihre Stände noch am Aufbauen, sodass wir nur kurz darüber schlenderten und den Heimweg antraten. Auf diesem sollten wir 4 Stopps einlegen. Den ersten Stopp machten wir in einer Apotheke, da wir unser Tigerbalsam auf Bali liegen gelassen hatten und gerne neues haben wollten sowie für Mona noch eine Kleinigkeit zu besorgen hatten. Den zweiten Stopp machten wir in einer ganz dunklen Ecke, als Mona einem dort befindlichen Indonesier auf Bitten die Hand reichte und der sich dafür mit einem schmatzigen Handkuss bedankte. Pumba sah die Szenerie nur im Umdrehen, da er einige Meter voran gegangen war und war leicht irritiert. Ob er oder Mona jedoch irritierter waren, blieb unklar. Den dritten Stopp machten wir schließlich in einem schnieken Café, wo wir zum Abendessen einkehrten. Das war sehr lecker, wenn es auch eine vermeintlich teurere Location für unser Budget war, aber man muss sich manchmal ja dann doch XXXZZZ IDR [19118 €] für einen Abend zu zweit gönnen und nicht immer nur bei einem Drittel oder Viertel davon speisen.

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Nach dem Essen fiel uns erst ein, dass wir noch einen vierten Stopp zu machen hätten. Wir mussten noch unsere Wäsche abholen! Es war dafür eigentlich schon viel zu spät, der Laden müsste schon geschlossen haben, also Beeilung. Glücklicherweise hat der nette Herr eine Notiz erhalten, dass wir noch kurz vor knapp vorbeikommen wollten, sodass er bis eine Viertelstunde nach Feierabend noch auf uns warten wollte. Als wir ankamen war jedoch auch diese bereits verstrichen und er hatte schon alles abgeschlossen und sich auf seinem Roller zur Heimfahrt bereit gemacht. Da jedoch nicht jeden Tag 2 Touris zu seinem Waschsalon kommen, erkannte er sofort, dass wir zu ihm wollten, machte mit seinem Roller kehrt und gab uns unsere Wäsche. Noch einmal gut gegangen, wer weiß ob sie am nächsten Morgen schon um 7 Uhr geöffnet gehabt hätten, wenn wir zum Bahnhof hätten aufbrechen müssen.
In der Unterkunft gab es vor und nach dem Duschen eine kleine Krise. Wir konnten doch tatsächlich unseren kleinen Gadget-Meister, den BiteAway, nicht mehr finden. Von all den Gadgets, die wir auf unsere Reise mitgenommen haben, war dieser kleine Helfer in Not bisher unser liebstes Gadget gewesen. Er hilft, indem man ihn auf einen Moskitostich setzt und er durch die erzeugte Hitze das Gift zersetzt, sodass der Stich nicht mehr so juckt. Aber nun war er weg. Ausgerechnet nach der letzten Nacht.
Wir suchten und suchten, fanden ihn aber nicht. Selbst das Personal des Hostels half uns bei der Suche. Vergebens.
Als letzten Akt rissen wir die Matratzen aus unserem Doppelbett heraus, wobei er auf den Boden fiel. Er war also – wie auch immer – unter eine Matratze gelangt, denn dazwischen und daneben hatten wir vorher schon geschaut. Aber egal, wie es dazu kam, die Hauptsache war: er war wieder da. So konnte der Abend dann doch positiv mit einem Skype Gespräch in die Heimat ausklingen, das dann so lange andauerte, bis wir aufgrund der Nachtruhe aufhören mussten. Die Nacht verlief nicht moskitofrei, jedoch war es nichts im Vergleich zur vorigen Nacht. Wir hatten mit dem Spray vorgesorgt, sodass die Nacht mit nur 2-3 Moskitos als „normale“ Nacht durchging.

Tag 25: Mona und die Schwerkraft

Aufgrund der Frühstückserfahrung vom gestrigen Tag in unserer Unterkunft, stellten wir den Wecker extra zeitig, um keine Zeitnot auf dem Weg zum Bahnhof zu erleben. Diesmal ging jedoch alles zügig und problemfrei, sodass wir auschecken konnten und locker früh genug am Bahnhof in Malang waren. Auch am Bahnhof lief alles zügig und schnell. Wir konnten also unsere gut 7-stündige Zugreise nach Yogyakarta antreten. Heute fuhren wir das erste Mal mit der Executive Class, der höchsten Klasse in indonesischen Zügen. Die Business Class hatte uns zwar auch zugesagt, doch fuhren wir nun fast doppelt so lange wie beim letzten Mal und das Upgrade kostete zum Zeitpunkt unserer Buchung nicht mal mehr.

Business und Executive wurden zum gleichen Preis angeboten. So fuhren wir nun Richtung Südwesten, jeder mit eigenem Sitz, dei dem die Rückenlehne verstellbar war, einen kleinen Tisch in der Armlehne enthielt und mehr Beinfreiheit als ein spanischer Badestrand garantierte.
Die Zugfahrt verstrich wieder überraschend schnell, nutzten wir die Zeit doch mal wieder zum Bloggen und Netflixen. Auch ansonsten lief die Fahrt problemlos, bis Mona kurz vor der Ankunft ein Duell mit der Schwerkraft eingehen wollte und das Tablet viel zu weit über den kleinen Tisch hinaus schob. So fiel es natürlich herunter und sie hatte das Schwerkraftduell verloren, auch wenn sie das Tablet immerhin noch vor dem Boden auffangen konnte. Pumba, der nebendran saß, wollte mit einem schnellen Reflex mit dem Fuß das Tablet sichern, schlug sich diesen jedoch an einer scharfen Kante des Sitzes vor ihm an, wodurch ein Schnitt an seinem dicken Zeh entstand, der zu bluten begann.

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Für den Moment reichte es, diesen kurz mit einem Pflaster zu versorgen. Aufgrund der geringen Sauberkeit der scharfen Kante, würde er aber wohl in Yogyakarta nach Krankenhäusern Ausschau halten, die ihm den Zeh in einigen Tagen amputieren müssten.
In Yogya waren wir dann direkt wieder leicht irritiert und amüsiert aufgrund der indonesischen Bauplanungen. So führte der Weg von unserem Gleis zum Ausgang doch wirklich durch einen anderen Zug, der gerade im Bahnhof hielt. Bis dieser abfuhr, marschierten eine Menge Leute zur einen Seite rein und zur gegenüberliegenden Seite direkt wieder raus. Nachdem er abgefahren war, konnten die restlichen Leute dann „normal“ in Richtung Ausgang gelangen. Man stelle sich vor, alle 6 Gleise wären mit einem Zug besetzt gewesen.


Wir machten es wie bisher immer, wenn die Wegstrecke zum Hostel für einen Fußmarsch zu weit war: die Taxifahrer am Bahnhof wurden links liegen gelassen, um einen Eistee in einem Café mit WLAN in der Nähe zu trinken und dann von dort aus ein Grab zu bestellen, um für Eistee und Grab zusammen nur halb so viel zu zahlen, wie die Taxifahrer am Bahnhof verlangten. Am Homestay angekommen, checkten wir schnell in unser klimatisiertes Zimmer neben der Küche ein, dessen Lage uns etwas irritierte, würden sich hier doch sicherlich am Abend und am Morgen Leute aufhalten und einen gewissen Geräuschpegel generieren, aber was soll’s. WG-Leben haben wir ja die letzten Jahre erlebt und lieben gelernt. Wir gingen nur noch etwas essen, bevor wir dann zu Bett krochen, auch wenn die beiden Italienerinnen – wie befürchtet – etwas laut in der Küche waren. Die beiden machen übrigens ein Auslandssemester hier an der Uni, die 10 Minuten Fußweg vom Homestay entfernt liegt – auch fein.

Das war also schon unser Kurzaufenthalt in Malang, jetzt sind wir in Yogyakarta (oder: Yogya, Jogja, Djokja, …), wo wir fast 1 Woche bleiben werden, um die Stadt und das Umland unsicher zu machen. Was uns hier so erwarten wird, könnt ihr in ein paar Tagen wieder hier erfahren.

Hier habt ihr noch ein kleines Video zum Zeitvertreib:

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Bis dahin

M & P


2 Gedanken zu “malang

  1. Hallo meine Lieben!
    Hab euren Blog wieder mit Spannung gelesen!
    Hab festgestellt, dass ich doch noch nicht alle Ecken dieser Welt gesehen habe………….
    Aber bin richtig froh dass ihr es macht!
    Weiter so!!!!!!!!!!!!!!
    HEL

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