lovina – unsere letzten tage auf bali

Tag 17: von Wasserfällen

Den ersten Tag in Lovina starteten wir mit einem Frühstück in unserem Hostel. Natürlich gab es mal wieder Toast. Wir werden irgendwann mal noch zu einem Toast. Dann gehen wir ins Fernsehen. So wie Bernd das Brot damals. Weltruhm. Wir vermissen jetzt schon unser geliebtes deutsches Brot und Brötchen. Außer Bernd, den vermisst niemand. Aber dafür gibt es auch andere leckere Sachen hier, wie Dragon Fruit (oder wie Mona zu schreiben pflegt und Pumba ab jetzt zu sagen pflegt: eine Drogon Fruit. GoT und so.). Der Plan für diesen Tag bestand darin, Wasserfälle des Nordens zu bestaunen. Gestärkt ging es dann mit dem Roller zu den Secret Gardens in Sambangan. Dort gibt es einige kleinere Wasserfälle und drei Spots mit steigenden Höhen, von denen man springen kann (5m/10m/15m hoch). Obwohl wir dem höchsten Spot eher 12m Höhe geben würden – #haimingfeeling. Wir verzichteten jedoch auf einen Local-Guide, sodass wir die Secret Gardens ausschließlich anschauen durften, jedoch nicht im Wasser rutschen, springen oder schwimmen durften. Versicherung und so (als ob man die hier hätte, wenn ein Local-Guide dabei ist). Aber das war uns im ersten Moment mit 135.000 IDR [8€] für das kleinste Paket pro Person zu teuer. Mona hatte auch weniger Lust auf das Springen.

Pumba bereute später aber schon ein wenig, den Preis nicht gezahlt zu haben. Es waren echt tolle Rutschen und Sprungbecken dabei. Die Atmosphäre war richtig schön und die Natur – trotz einiger kleiner Veränderungen durch Menschenhand – wunderschön. Wir genossen den Anblick und schauten anderen Touris beim Springen zu. Einige von ihnen bekamen sicherlich am nächsten Tag blaue Flecken, so wie sie dort herunterklatschten. Wir konnten uns teilweise ein Lächeln nicht verkneifen, fies wie wir sind mit unseren schwarzen Herzen.
Wir liefen danach ein Stück weiter, bis wir am Aling-Aling Wasserfall ankamen. Unglaublich. Wassermengen satt.

Eine Höhe von 35 Metern. In diesem Wasserfall darf man allerdings nicht schwimmen, da er für die Balinesen als heilig angesehen wird. Somit war nur gucken und staunen erlaubt. Naja und Fotos schießen natürlich. Aber einfach schön was die Natur so alles kann. Auf dem Trampelpfad weg vom Wasserfall ergab sich eine lebhafte Diskussion über kleine Streiche, die man dem jeweils Anderen spielen könnte, jedoch häufig aufgrund der Angst vor der Retourkutsche lieber darauf verzichtet. Dies betraf vor allem Mona. Pumba erfreut sich ja eh an Retourkutschen. Und Retourkutschen der Retourkutschen. Und Retou… Ach lassen wir das.
Der Rückweg zum Parkplatz gestaltete sich weniger anstrengend als beim Nungnung Wasserfall. Zufälligerweise trafen wir kurz vorm Parkplatz wieder auf Julian, Linda und Moritz. Sehr witzig. Kleine Welt. Sie waren heute auch auf Wasserfalljagd und hatten beim Gitgit Wasserfall den Morgen verbracht. Was ein Zufall, dass wir sie noch bei unserem Rückweg kurz getroffen haben.
Nun stand für uns die Entscheidung im Raum, ob wir zum Gitgit Wasserfall oder zum Jembong Wasserfall fahren. Da Julian, Linda und Moritz keine unglaubliche Euphorie über den Gitgit ausströmten, ihn auch vor allem wegen der leichten Zugänglichkeit lobten, gaben wir erst dem Jembong eine Chance. Die beiden waren sowieso nicht weit voneinander entfernt, sodass man den anderen danach immernoch besuchen konnte.


Beim Jembong war anders als der Nungnung oder der Alingaling Wasserfall. Er war sehr schnuckelig, ab vom Schuss – was durch den Hinweg, bei dem Mona hinten auf dem Roller wieder einige beängstigte Töne von sich gab, verdeutlicht wurde – und wir waren die einzigen Touris da. Diesen Moment genossen wir ebenso, wie die Ruhe und den kleinen Wasserfall.

Im Anstieg zum Wasserfall erstreckte sich eine Poolanlage und wir entschlossen uns aufgrund des motivierten Betreibers, den Nachmittag dort ausklingen zu lassen und nicht noch zum Gitgit Wasserfall zu fahren. Außer ein paar Locals waren hier auch keine anderen Touris. Somit bezahlten wir für die Betrachtung des Wasserfalls und die Benutzung der Pools 40.000 Rp [2,40 €] pro Person. Wir hatten Spaß und freuten uns über die Abkühlung. Auf die Frage, ob das Wasser sehr kalt sei, antwortete der Besitzer: „It’s fresh“. Damit hatte er nicht unrecht, denn das Wasser kam direkt aus dem obigen Wasserfall. Naturbelassenes Wasser also.

Je später es wurde, desto mehr Locals füllten die Anlage, die mit einem Schwimmbad zu vergleichen war. Es war schön, das Treiben zu beobachten: Einige Jungs, die in einer Ecke rauchten (Ob die auch wirklich schon 18 waren, sei mal dahingestellt. Aber hier in Indonesien raucht auch eh fast jeder Mann.). Kleine Kinder, die herumtrollten und Spaß mit ihren Eltern hatten. Frauen, die miteinander am Beckenrand quatschen. Alles in allem wie zu Hause also.


Auf dem Rückweg zum Hotel mussten wir noch tanken. Pumba fuhr an unzähligen Tankstellen vorbei. Warum ihm die nicht gefielen, blieb sein Geheimnis (vermutlich wusste er aber schon, wie weit einen eine Rollerspritanzeige noch bringen kann, schließlich hat er seinen zu Hause früher nach dem Fußballtraining auch mal leer gefahren und musste diesen 2km heim schieben.). Mona konnte hier nicht mehr tun, als immer wieder zu sagen „Hier kannst du tanken/ Da gibt es Benzin zu kaufen“ und den Kopf schütteln, wenn er dann doch wieder vorbei fuhr. Irgendwann hielt Pumba dann doch mal an. Neben Sprit kauften wir noch frisches Obst – Fünf Mangos und eine Dragon Fruit. Zwei Orangen gab es dann noch als Gratisbeilage von der Verkäuferin dazu.

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Im Hotel wollten wir unseren Aufenthalt gerne noch um eine weitere Nacht verlängern, um einen Tag zum Planen und Organisieren zu haben, da unsere Weiterreise nach Java bevorstand. Leider war in unserem jetzigen Hotel jedoch schon alles ausgebucht, sodass wir ein anderes Hotel buchen mussten. Wir fanden eine Unterkunft für eine Nacht, die glücklicherweise nur 50m von der jetzigen entfernt lag. Perfekt also, um mit unserem Gepäck nur kurz rüber zu laufen, ohne noch ein Taxi oder einen Bus organisieren zu müssen. Es gab auch ein kleines Upgrade: direkte Strandlage und Pool. So stand unserem Java-Planungs-Tag auf einer Strand- oder Poolliege nichts mehr im Wege.
Abends aßen wir mal nicht indonesisch. Wir gönnten uns Burger und French Fries bei DANTEs. Ein Laden direkt um die Ecke von unserer Unterkunft. Die Besitzer waren unglaublich freundlich und nett. So erzählte uns die Frau schon bei der Begrüßung, dass sie gerade ihre zweite Dusche für heute genommen hatte und sicherlich vor dem Einschlafen noch eine dritte Dusche folgen würde. Zudem gab es zur Begrüßung und während des Wartens bereits eine Karaffe Wasser und ein paar Erdnüsse gratis. Das Essen war mega nice und unglaublich günstig, selbst für indonesische Verhältnisse, aber sie warben auch mit lokalen Preisen auf der Außenfassade. Somit bezahlten wir für zwei geile Burger mit echt guten selbst gemachten Pommes, zwei Dragon Fruit Säften und eine Karaffe Wasser 86.000 Rp [5,16 €].

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Zusätzlich bekamen wir zum Dessert noch einen Papayateller mit Limettensaft beträufelt gratis dazu. Einfach mega! Also nur zu empfehlen.
Total satt und wieder in der Unterkunft angekommen ging es dann ans Bloggen. Mit Netflix sollte unser Tag dann enden, obwohl Pumba ja schon während der ersten Folge einschlief und diese wann anders noch mal gucken musste.

Tag 18: nichts klappt

Wir verlängerten die Leihe unseres Rollers und wollten noch einen weiteren Wasserfall sehen, den Singsing Wasserfall, ganz in der Nähe von Lovina. Auf dem Weg dorthin stoppten wir noch in einem griechischen Café, um uns eine Smoothie Bowl zum Frühstück zu gönnen.

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Gibt wirklich wenig besseres, was Erfrischung beim Frühstück angeht. In verschiedenen Blogs hatten wir gelesen, dass der Singsing Wasserfall wohl Balis romantischster Wasserfall sei. So hatten wir ihn uns bis zum Schluss unserer Wasserfallsuche aufgehoben. Nachdem wir erst ein bisschen durch das umliegende Örtchen gefahren waren, fanden wir doch schließlich den Trampelpfad, der zum Wasserfall führte. Am Wasserfall angekommen waren wir dann etwas verdutzt. Oder doch eher sehr verdutzt. Hier war eine klare Felskante mit metertiefer Felswand, an deren Grund sich ein kleiner Tümpel befand. Aber ein Wasserfall? Wir konnten nichts sehen. Selbst die Bezeichnung eines kleinen Rinnsaals wäre hier zu hoch gegriffen. Leider hatte uns einfach niemand gesagt, dass der Wasserfall bzw. sein wassergebendes Flüsschen in der Trockenzeit kein Wasser führte und nur in der Regenzeit entstand. Schade. So kommt der Singsing Wasserfall wohl nicht in unsere Top 3 der Wasserfälle, wenngleich es hier auch trotzdem sehr romantisch war. Alleine im Dschungel (außer einigen Affen). Nur eben gestrandet im Trockenen.


Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz auf dem Festival in Lovina, auf dem gerade Radfahrer von einer morgendlichen Tour geehrt wurden. Ansonsten war nicht so viel los, die Essensstände noch geschlossen. Abends sollte es wohl bei Livemusik auf einer großen Bühne mehr zur Sache gehen als jetzt am Vormittag. So schlenderten wir kurz durch die Läden an der Strandpromenade, wollten dann aber zurück zur Unterkunft. Schließlich hatten wir in der alten Unterkunft noch unsere Taschen gelagert, mussten ja aber für die kommende Nacht in die Unterkunft nebenan umsiedeln.


Als große Überraschung (natürlich nach Ausfüllen der Check-in Formulare und Bezahlung) wurde uns hier mitgeteilt, dass der Chef einen Fehler gemacht hätte mit dem Abgleich der Buchungen auf Booking.com. Demnach hat er unsere Buchung nicht gesehen oder beachtet und einem Paar am Morgen bei der Frage nach Verlängerung gerne zugesagt, bevor ihm dieser Fauxpas auffiel. So hatte er für uns dann keinen Raum mehr und war überbucht. Netterweise organisierte er uns eine Ersatzhütte bei seinem Cousin. Blöderweise lag diese nicht am Strand (dem einzigen Grund, warum wir hier überhaupt gebucht hatten), hatte kein WLAN (dem wichtigsten Add-On für einen Tag, an dem man außer dem Planen der nächsten Tage nichts vorhatte) und war einfach sehr heruntergekommen (z.B. Klospülung erst noch defekt). Unschöne Situation. Mona war wirklich not amused und fand es schwierig, zu akzeptieren, dass auf unserer Reise nicht immer alles glatt gehen konnte, aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. So fragten wir aus obigen Gründen nach einem Rabatt auf unsere Zahlung von 200.000 IDR [12 €] und erhielten 25.000 IDR [1,50 €] zurück.
Da wir hier kein Internet hatten, um unsere Planungen durchzuführen, sind wir also doch in unsere eigentliche Unterkunft am Strand gefahren, haben es uns dort bequem gemacht und den Nachmittag mit Recherchieren und Planen unserer ersten Tage auf Java verbracht. Zwischendurch haben wir dann auch noch bei Booking.com und Agoda nach unserer neuen Unterkunft geschaut, um Bewertungen hierzu zu finden. Dabei fiel uns auf, dass wir mehr zahlten, als wenn wir einfach direkt dort gebucht hätten. Mit diesem Einwand fragten wir nach weiterem Rabatt und nach einigen Telefonaten bekamen wir weitere 25.000 IDR [1,50 €] zurück. Durch die Rabatte war unsere Übernachtung nun billiger als geplant, aber immernoch teurer, als es eine Stornierung und Neubuchung in der neuen Unterkunft gewesen wäre. Sei es drum, wir beließen es dabei. Wir wollen ja auch nicht „auf Teufel komm raus“ Rabatte erhaschen, aber dann doch einen angemessenen Preis erhalten für das, was man bekommt (und was andere dafür zahlen).

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Nach einem kurzen Bad in den Wellen fuhren wir zum Duschen in unsere Ramschhütte, bevor es wieder zum Burgeressen ins DANTEs ging. Wir hatten uns aufgrund der langen Planerei gegen eine Fahrt zum Festival entschieden und blieben vor Ort. Das erste Mal während unserer Reise verzichteten wir zudem auf Abwechslung und besuchten das gleiche Lokal noch einmal um das selbe Essen zu bekommen. Die Burger waren wieder gut, gestern jedoch noch um Einiges besser. Ein bisschen wurde somit zerstört, was sich im Kopf an Erwartungen festgesetzt hatte. Vielleicht ist es ganz gut, überall nur 1x hinzugehen und sich seine Erinnerungen somit zu bewahren.
Aufgrund der Hitze in unserer Bude schlafen wir die erste Hälfte der Nacht mit geöffneter Tür, sodass jeder hätte reinschauen oder reinkommen können. Außer einer handvoll Moskitos ist jedoch niemand auf unser Angebot eingegangen (zumindest nicht, dass wir wüssten).
Fazit von Tag 18: Es sollte heute einfach nicht sein. Ein trockener Wasserfall, eine Umquartierung vom Strand zu einer Ramschbude, ein nicht mehr ganz so guter Burger. Eine Reise kann nicht nur Höhen haben. Sie ist ja auch kein Mixtape von Barney Stinson.

Tag 19: Makasih, Bali – Senang bertemu anda, Java

Wir frühstückten kurz bei unserer Ramschbude (die Betreiber waren übrigens sehr nett) und fuhren mit dem Roller die kurze Strecke zum Puri Mandhara (Mona musste aufgrund der vielen Rucksäcke zu Fuß gehen), da wir von hier einen Shuttle zum Fährhafen in Gilimanuk gebucht hatten. Leider vergaß Pumba bei der Rückgabe des Rollers, dass im Helmfach unter dem Sitz noch unsere Früchte waren, die wir nun wohl dem nächsten Mieter gespendet hatten. Unser Shuttle nach Gilimanuk stellte sich als Bemo (öffentlicher Minibus) heraus, weshalb die von uns gezahlten 70.000 IDR [4,20 €] pro Person dann doch eher zu teuer waren, als dass es ein guter Preis wäre, im Vergleich zum Rauswinken des Bemos an der Hauptstraße. Hierbei hätten wir wohl diesen Preis für beide und nicht einzeln erzielt. Das war aber auch nicht weiter tragisch, so hatten wir immerhin keinen Organisationsaufwand. Die Fahrt zwischen den Locals nutzten wir, wie die meisten Transfers, zum Schreiben unserer Blogbeiträge, weshalb die 2 stündige Fahrzeit schnell verging.

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Am Fährhafen lief das Einchecken problemlos. Auf dem Weg zu den Fähren winkten uns die Arbeiter dann plötzlich energisch zu, dass wir uns beeilen mussten, um diese Fähre noch zu erreichen. So verließen wir Bali nicht in aller Ruhe mit Zeit zum Zurückwinken und Verabschieden – sondern im vollgepackten Vollsprint mitsamt Sprung über die schon beim Einklappen befindliche Brücke zur Fähre.
Nichtsdestotrotz, es war schön deine Gäste zu sein, Bali.
Danke auch, dass du uns nicht mit einem Balibelly geplagt hast (Magen-Darm-Probleme nach weniger gutem Essen).
Nun fuhren wir also für 6.500 IDR [0,39€] pro Person mit der Fähre die 30 Minuten rüber nach Java. Mona wurde schnell etwas seekrank und war froh, dass die Fahrt nicht länger dauerte, wobei sie genau genommen gar nicht dauerte. Da Java eine andere Zeitzone als Bali hat, sind wir nämlich quasi in der Zeit gereist und verließen die Fähre 30 Minuten bevor wir sie betreten hatten, was Pumba sehr feierte.

Wie es uns schließlich auf Java in den ersten Tagen erging und was wir für hier geplant hatten, könnt ihr in unseren nachfolgenden Beiträgen miterleben.

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verlassen Bali mit einem weinenden und einem lachenden „Auge“.

Bis dahin, vertreibt euch die Zeit mit einem weiteren kleinen Drohnenschnipsel und dem Abonnieren unseres Blogs sowie dem Folgen auf Instagram.

Makasih, Bali – senang bertemu anda, Java.

M & P


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