hoi an

Tag 139: Suppe am Morgen, Wasserpuppen am Abend

20190128_065801_11840759170123169790.jpgWir kamen das erste Mal in Vietnam quasi pünktlich mit dem Bus am Ziel an. Um 6:45 am Morgen waren wir am Busterminal, von wo wir uns zu Fuß über kleine Pfade zu unserer Unterkunft navigierten. Da das Einchecken erst um 13 Uhr möglich war, putzten wir nur schnell unsere Zähne und ließen das Gepäck an der Rezeption stehen. Dann ging es für uns ganz früh am Morgen in die Stadt. Erster Stopp war bei einer Suppenküche am Bürgersteig. Es gab Nudelsuppe als Frühstück und einen Kaffee dazu. Es war noch zu früh für Touristen, nur Locals liefen umher, aßen selbst Suppe oder putzten ihre Läden heraus, damit diese für den Tag vorbereitet waren.

 

Wir schlenderten durch Kleidungs- und Souvenirshops durch das Old Quarter von Hoi An. Wir kauften uns ein Ticket, mit dem man diverse alte Gebäude besichtigen konnte (ohne zum jetzigen Zeitpunkt zu wissen, dass wir das nicht wirklich gebraucht hatten).
Fast überall waren wir die ersten Kunden des Tages. So bekamen wir recht gute Preise beim Verhandeln, was auch dazu führte, dass Pumba tatsächlich aktiv wurde und 2 Hemden als Überraschung einkaufte.

 


Nachdem wir genug umhergeschlendert waren und einen Blick über den Markt geworfen hatten, begaben wir uns zur traditionellen Art Performance. Hier schauten wir einen Mischmasch aus Gesang, Musik, Tanz und Schauspiel der vietnamesischen Kultur – es war ganz ok, aber nichts Besonderes.

 


psx_20190217_1729502017162441260914609.jpgAuf dem Rückweg fand Mona sogar eine Sicherheitsnadel, was gestern in Da Lat noch ein Ding der Unmöglichkeit war. Hier fanden wir einen coolen Selbstbedienungsladen, Sustainable Vietnam, dessen Kaffeemaschine zwar kaputt war, aber immerhin gab es die besagte Sicherheitsnadel. Die Bauchtasche war nun wieder safe.
Gegenüber diesem Laden fanden wir dann aber doch noch einen Kaffee, bzw. einen Frappuccino im What Else Café.
20190129_171717_18830019066498663633.jpgDann ging es aber zurück zum Hostel, wo wir nun einchecken und duschen konnten.
Nach den vielen Flüssigkeiten wurde es jetzt mal wieder Zeit für etwas Handfestes. Wir snackten an der Hostelbar, umgeben von einer Menge Leute, die reichlich an der Kräutermühle drehten.
Nach dem Essen machten wir uns nun einen Plan für die Philippinen. Da diese einfach nur aus Inseln bestehen, dachten wir, es sei sinnvoller, vor allem in Bezug auf Flüge, vorher einen Plan zu machen. Es konnte nicht immer so spontan gehen, wie in den letzten Monaten, wo wir nur über Land reisten. Als wir einen konkreten Plan erarbeitet hatten, war es dann aber zu spät zum Buchen. Wir wollten noch einmal raus. Wir wollten uns das Wasserpuppentheater ansehen, welches in der vietnamesischen Kultur sehr bekannt ist. Das war ganz witzig, vor allem für die Kinder, die die Vorstellung besuchten.

 


Danach gab es zu Karaokeklängen aus der Nachbarschaft einen leckeren Burger bei Jim’s Burger, bevor es uns noch einmal in die Stadt zog.
Wir ließen inmitten von unzähligen Touristen die Lichter Hoi Ans auf uns wirken. Auch wenn das Städtchen jetzt in Bezug auf Touristen am überlaufen war, war es doch richtig hübsch hier.

 


Zum Ausklang des langen Tages gab es bei Live Musik, die um Welten besser war als das Karaoke, in einem Irish Pub noch das ein oder andere Kaltgetränk.

Tag 140: Jumpsuit-Time

Wir waren mal wieder früh auf. Zeit für ein Frühstück an der Uferpromenade von Hoi An. Im Anschluss an das Frühstück liefen wir quer über den Markt, wo es Knoblauch-Weihnachtsbäume gab, um zum Fotomuseum von Réhan zu gelangen.

 

Dort nahmen wir uns Zeit, um die beeindruckenden Fotos zu betrachten. Es waren wirklich richtig tolle Aufnahmen und Geschichten dabei. Neben der Ausstellung eigener Bilder dient das Museum auch dazu, die Traditionen der verschiedenen ethnischen Gruppen in Vietnam festzuhalten. img_20190225_163531_5045228362492776887822.jpgVon zahlreichen Gruppen und Volksstämmen waren Trachten, Uniformen, Schmuck und eine Menge Informationen vorhanden. Es war ein wirklich interessanter Besuch (Leider sind all unsere Bilder verlorengegangen. Vieles lässt sich aber unter besagtem Namen googlen).
Im Anschluss wollten wir einen Kaffee trinken, den Pumba in einer seiner Köperklausbewegungen beinahe vollständig verschüttete als er verschiedene Funktionen der Kamera testen wollte. Wir beobachteten auch noch, wie sich die Leute der Nachbarschaft auf das Tet vorbereiteten. Die Häuser wurden neu gestrichen, es wurden Feuer entfacht und die Glück und Wohlstand bringen sollten.

 


Mona hatte sich in einen Jumpsuit verliebt, der vor einem der unzähligen Schneidereien Hoi Ans ausgestellt stand. Schnell waren wir im Laden und sie probierte den gelben Jumpsuit an. Pumba hatte vor einiger Zeit auch überlegt, ob er sich in Hoi An einen Anzug schneidern lassen sollte, doch das dafür eingeplante Geld war nun in sein neues Handy geflossen. Außerdem war er sich nicht sicher, ob die Passform noch stimmen würde, wenn er den Anzug das nächste Mal brauchen würde. Er wird ja auch nicht mehr jünger. Also ein anderes Mal. Mona hingegen war sich schnell sicher, dass dieser Jumpsuit zu ihr gehörte.

 

Es wurde hier noch ein wenig nachgebessert, da noch etwas optimiert und letztlich waren sich Mona und die Schneiderinnen einig, wie er am Ende auszusehen hatte. Außerdem konnte sie ihre Bauchtasche von der Schneiderin reparieren lassen, sodass der weiteren Reise nichts mehr bevorstand. Wir vereinbarten, dass wir ihn am Abend fertig abholen würden. img_20190225_163538_908419748898638572023.jpgAußerdem bestellten wir für Pumba eine Fliege in dem gleichen Stoff, so würde er doch direkt ein passendes Teil haben, um Mona irgendwohin zu begleiten.
Auf der Straße probierte Pumba ein Shrimps-Roti – nicht so dolle. Dann gab es zu Mittag wieder eine der guten Straßensuppen. Vom Preis-Leistungs-Verhältnis waren diese stets unschlagbar.
Im Hostel wollten wir nun die Flüge buchen, die wir uns am Vortag rausgeschrieben hatten. Mona hatte dabei etwas auf der Nase sitzen, worauf Pumba sie hinwies. Vor Schreck schlug sie wild um sich und ihre Nase fast ab. Lustige Szene – zumindest für Pumba. Nachdem wir die erste Hälfte der Flüge gebucht hatten, gingen wir noch einmal in die Stadt, um den Jumpsuit und die Fliege abzuholen. Beides war noch nicht perfekt, also vereinbarten wir, morgen wieder zu kommen. Außerdem regnete es jetzt. So wollten wir die Sachen ungern zum Hostel bringen. Man bot uns sogar einen Lieferservice für den nächsten Tag zum Hostel an, doch wir waren ja sowieso igendwann in der Stadt unterwegs.

 


Beim Abendessen gab es dann neben Curries massig Deep-Talk über verschiedene Bahnhöfe mit den richtigen Zügen, in die man steigen musste, auch wenn man sich nicht sicher war, welches Abteil man belegen sollte oder welche Weiche noch auf dem Weg zum Endbahnhof lag. Bahnhöfe in Deutschland sind einfach zu groß. Zu viele Optionen, was man tun kann. Mit seinem Leben. Leider hat man nur das Eine.
Wir probierten uns auf dem Rückweg noch an den Pfannkuchensnacks, die wir schon Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) gesehen hatten. Leider wurden wir – vor allem Mona, da Pumba ja alles isst – ziemlich enttäuscht.

Tag 141: Rosies Café

Heute war das Aufstehen schwieriger als an den letzten beiden Tagen. Nach dem Duschen ging aber alles klar und wir gingen durch den leichten morgendlichen Regen zu Rosie’s Café. Smoothie Bowls standen auf dem Plan, nachdem wir uns durch die Zweiräder vor dem Café einen Weg zu einem Tisch ebnen konnten. Wie viele sollten da eigentlich noch dazukommen um die schmale Gasse und das Café zu blockieren? Und schon rannte jemand in eines der Zweiräder, dass dann auch gleich zu Fall kam.

 

Für Mona war es die leckerste Bowl der Reise. Pumba konnte mit seinem Siebgedächtnis dazu nichts sagen. Die Karte hatte noch viele Dinge parat, die sich sehr lecker anhörten, vielleicht würden wir später wieder kommen.
Nun hieß es aber erst einmal ein paar alte Häuser gucken, schließlich hatten wir ein 5er Ticket dafür gekauft und erst 1 Kreuz darauf abgestempelt bekommen. Doch nach zwei der alten Häuser in der Altstadt Hoi Ans, wovon eines gratis war, hatten wir auch genug davon.

 

Immerhin strich man uns nun beim Betreten der japanischen Brücke (es war schon das 8. Mal, seit wir hier waren) noch ein Kreuzchen ab, die anderen würden wir wohl einfach verfallen lassen. Zu schön waren hier auch die Rotkäppchen Wölfe und Affen (auf der anderen Seite), die die Brücke beschützten.

 


Auf einer Dachterasse eines Cafés am Fluss gab es einen Kaffee, den wir bei Kartenspielen genossen. Wir unterhielten uns darüber, warum in Vietnam oft die letzten Buchstaben wegfielen, wenn die Locals Englisch sprachen. Aus „spoon“ wird „spoo“, aus „please“ wird „plea“, aus „boat“ wird „boa“ usw. 20190130_114343_13328967201105396956.jpgManchmal wurde es demnach schwierig zu verstehen, was man gerade erzählt bekam, doch wir gewöhnten uns daran. Wir gingen kurz den nun fertigen Jumpsuit mitsamt Fliege abholen.
Dann schossen wir noch ein paar Fotos von und in Hoi An. Wir probierten uns auch an solchen „Follow me“ Fotos, die in den sozialen Netzwerken so steil gehen. Wir bekamen das aber nicht hin, man kann schließlich nicht alles können, also ließen wir es doch bleiben.

 


Pumba machte Witze darüber, dass Google Maps doch besser Stimmungen einfangen könnte, dann könnte er Mona immer und überall finden. Haha…
Wir fanden uns tatsächlich wieder in Rosie’s Café ein, wo wir ein Mushroom-Quinoa und einen Avo-Toast verputzten.

 

Als das Café schloss, wurde schnell umgeräumt und groß aufgetischt. 20190130_174647_12726680109474407805.jpgScheinbar stieg hier jetzt mit dem ganzen Kollegium eine große Feierabendsause. Wir besuchten noch die ein oder andere Touristeninfo, um schon mal einen Bus von Hue nach Ninh Binh zu buchen. Beim Tet wussten wir schließlich nicht, ob wir in Hue selbst noch einen guten Preis oder überhaupt einen Platz ergattern könnten. So hatten wir das Ticket schon mal in der Tasche.
Am Fluss schauten wir den Sonnenuntergang – zusammen mit einer Vielzahl anderer Menschen. Schließlich schlenderten wir noch über den Nachtmarkt Hoi Ans, den wir bisher links liegen gelassen hatten. Die Laternenläden waren so schön bunt und am leuchten.

 


Wir kehrten in einer Bar ein, wo wir bei einem Gläschen Whisky Sour eine Runde skypten. Die Bar hatte auch Live-Musik und eigene schöne Laternen zu bieten. Es herrschte eine sehr entspannte Atmosphäre. Die ganzen Lichter Hoi Ans sind einfach traumhaft.

 

Auf dem Heimweg aßen wir noch etwas an einem der wenigen noch geöffneten Straßenstände am Flussufer, bevor wir unseren Kram im Hostel packten. Im Hostel fand heute Nacht eine Party statt. Sogar ein Food Truck wurde hierfür im Innenhof platziert. Mittwochsclub. Wie in Saarbrücken im Seven also. Insgesamt war die Party aber ruhiger als erwartet.

 

Hoi An als Grenze zwischen Süd- und Nordvietnam sowie als schönes Städtchen lag nun also auch schon wieder hinter uns. Wir hatten unglaublich entspannte Tage in dieser mit unzähligen Laternen geschmückten Stadt. Und das Essen dort war so vielfältig und lecker.
Am nächsten Morgen ging es für uns weiter nach Hue, der alten Haupt- und Kaiserstadt. Schritt für Schritt nach Norden. Bleibt dabei und wir nehmen euch mit.

Bis dahin,

M & P


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