ubud – kulturhauptstadt + touristenmagnet

Tag 8: Affengebiet

Unsere Ankunft in Ubud zögerte sich etwas heraus, da unsere Fahrt aufgrund des chaotischen Verkehrs doppelt so lange wie geplant dauerte (3 Std. statt 1,5 Std. für 45km). Schließlich kamen wir aber doch noch in unserer schönen Unterkunft Teba House Bisma Ubud an, in der wir vor unserem Zimmer sogar unsere eigene kleine Veranda hatten. Für uns machte die Stadt Ubud einen tollen ersten Eindruck. Zuvor hatten wir bereits von den zahlreichen Cafés und Restaurants gelesen, die sich durch Veggie, Vegan und glutenfreie Produkte auszeichnen. Ein wenig erinnert uns Ubud direkt an Pai in Thailand – dem Örtchen, von dem wir damals auch total begeistert waren. Nur mehr Verkehr und Trubel.

Neben den schönen Cafés und Restaurants gibt es hier unzählige Souvenirshops und Touristeninformationen. Jeder Local möchte seine Waren an den Touri bringen. Ubud zeichnet sich auch durch seine stark verwurzelte balinesische Kultur aus. Diese hat hier einen noch höheren Stellenwert als anderswo auf Bali. Der Kunstmarkt und das traditonelle Handwerk, was an jeder Ecke zu bewundern ist, aber auch die Hindutempel und die balinesischen Tänze sind uns in Ubud nicht.

Nach dem Check-In machten wir uns zügig auf, um noch den Sanctuary Monkey Forest zu besuchen. Denn es war schon ca. 16 Uhr und der Affenwald schließt immer um 18 Uhr. Nach etwas Sucherrei hatten wir dann auch den Eingang des Monkey Forest gefunden, da das erste Eingangstor, zu dem wir aufgebrochen waren, wegen Umbaumaßnahmen geschlossen war. Auf dem Weg zum nächsten Tor, lief man gefühlt schon durch den Affenwald, zumindest saßen auch hier schon etliche Affen auf und am Gehweg. Falls dies denn wirklich ein Gehweg war. Der Weg war ca. 1,50m breit und wurde nicht nur von Fußgängern beidseitig genutzt, sondern auch von Rollerfahrern. Abenteurlich.

Im eigentlichen Affenwald achteten wir darauf, Sonnenbrillen, Kopfbedeckungen und Handys im Rucksack zu verstauen, um den kleinen und größeren Affen keine Chance auf einen Diebstahl zu geben. Nur die Kamera blieb um Monas Hals hängen. Wir hatten nämlich gelesen, dass die Affen hier aufgrund der vielen Besucher alles andere als scheu waren und hier und da ihre Chancen nutzten, Beute zu machen. Wir gingen aber davon aus, dass alles gut gehen sollte, wenn man grundlegende Dinge im Umgang mit wilden Tieren beachten würde. Schnell hat uns dann aber ein Affe bewusst gemacht, dass man auch erwischt werden kann, wenn man nichts Falsches tut: Ein anderer Besucher wurde von einem größeren Affen am Ohr gebissen, als dieser versuchte, seinen kleinen Affenfreund zu beschützen. Nur gab es eigentlich nichts zu beschützen, der kleine Affe ist von selbst an den Rucksack des Besuchers gesprungen und hat sich daran baumeln lassen. Obacht also. Insgesamt waren die Affen aber zumeist zurückhaltend und alles andere als aggressiv, höchstens neugierig. Außerdem zeichneten sie sich durch eine harsche Erziehung aus. Ein kleines Äffchen, das sich am Süßkartoffelvorrat bedienen wollte, wurde von einem größeren Affen, der ebenfalls eine Süßkartoffel verschmauste, böse geohrfeigt. So verstand das Kleinkind wohl, dass es seiner Wege gehen soll und noch nicht essen darf. Es kassierte im Laufe unserer Beobachtung dieser Affengruppe noch die ein oder andere weitere Watsche für allerlei Fehltritte, die es so beging.

Während Mona die Szenerie zu fotografieren versuchte, schlich sich ein weiterer Affe von hinten heran und versuchte ihre Blume am Deuter-Rucksack zu stibitzen. Da diese jedoch mit Gummizug festgemacht ist, konnte er diesen nur lang ziehen und fletschen lassen, was ihm scheinbar einen Schreck einbrachte und er die Blume lieber Blume sein ließ. Von den Affen ist wie gesagt nichts Negatives zu sagen, außer der Situation zu Beginn. Die Besucher des Waldes jedoch fielen regelmäßig durch unangebrachtes Verhalten auf. So war da diese junge Frau, die jedesmal hysterisch zu schreien beginn, wenn ein Affe sich bewegte, sie gleichzeitig aber immer nahe heran wollte. Ein klassisches „Whoo-Girl“, das besser in einer Plüschabteilung im Kaufhaus Affen gesucht hätte. Außerdem plärrte sie stets durch den halben Wald etwas ihren Freunden hinterher. Nervig. Und dann dieser Kerl, der einen Affen mit Futter lockte, dann das Futter aber wegzog und hinter seinem Rücken versteckte, als der Affe gerade greifen wollte. Sich dann groß wundern, wenn der Affe knatschig wird und ihn anspringt, weil er ja weiß, wo das Essen ist. Unverständlich. Wir wünschen ja keinem einen – obwohl – doch, der hätte ruhig mal gebissen werden dürfen.

Insgesamt aber ein netter Besuch im Sanctuary Monkey Forest mit vielen Affen (ca. 750), viel Wald/ Junglelandschaft und einigen Moskitostichen.

Den Tag ausklingen ließen wir beim All-you-can-eat-Buffet. Es gab eine tolle Auswahl an diversen Currys und Gemüsegerichten (ca.10 Stück). Zudem gab es eine leckere Gemüsesuppe und frisches Obst sowie Pudding. 20180919_1911468535320386277292160.jpgAuch Wasser war schon im Preis inbegriffen. Es war super lecker. Dazu war es noch super preiswert. Wir bezahlten 50.000 IDR [3 €] pro Person. Pumba gefiel die Suppe so gut, dass er seine Orgie nicht mit Obst, sondern wieder mit Suppe abschloss. Die dritte Suppe sollte 30min später folgen. Das merkte er auf dem Rückweg zur Unterkunft. Mona hatte keine Gelegenheit mehr sich an den Ständen umzuschauen, der Pott rief Pumba zu sich. Und Pumba gehorchte. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Skype Telefonat nach Hause.

Mona bekam am Abend noch symbolisch den Orden für die beste Idee des Tages überreicht. Weil wir einen Gecko im Zimmer hatten, kam sie auf die glorreiche Idee auf unserer Veranda zu nächtigen. Stimmt, da sind natürlich keine trölf Geckos. Tolle Idee. Hat sie dann auch selbst gemerkt irgendwann. Als Google ihr dann auch noch versicherte, dass Geckos nicht ins Bett krabbeln, hatte sie sogar eine angenehme Nacht.

Tag 9: Wandertag

Der nächste Morgen startete mit Banana-Pancakes und frischem Obst.

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Jetzt galt es die Stadt und ihr Umland per pedes zu erkunden. Erst machten wir uns auf einen kleinen Wandertrek (Campuhan Ridge Walk) auf, der uns wieder aus der Stadt heraus führen sollte und eine schöne Aussicht über die Täler links und rechts des Berggrats, über den der Trek führte, liefern sollte. Die Frage hier: Wie kann man eigentlich in dieser Hitze ein Fahrrad lieber Bergab schieben, als sich den Gegenwind zu gönnen? Man muss wohl nicht jeden verstehen.psx_20180924_2125122726552639567274954.jpg

Im nächsten Dorf angekommen, konnten wir auch einige kleinere Reisterassen sehen und eine Pause machen. Die Sonne krachte schon ganz schön und mit Schatten war auch nicht so viel (außer bei Pumba, der hat ja immer einen kleinen Schatten).

Wieder in Ubud angekommen, wollten wir dann doch erst in die Unterkunft duschen und kurz chillen, wir waren doch schon geschlaucht. Auf dem Weg kehrten wir noch in die erstbeste Touristeninformation ein, da wir uns über die verschiedenen Tanzaufführungen in Ubud mit Ort und Zeit informieren wollten und trafen dort Arndt aus Saarbrigge. Kleine Welt. Pumba hat ja schließlich die letzten Jahre dort studiert (wenn man das so nennen kann). Auf jeden Fall gab uns der Saarländer, der auch unsere Heimat durch einen zwischenzeitlichen Wohnaufenthalt gut kennt, neben den eigentlich erfragten Infos viele Tipps mit auf den Weg. Dies tat er auch nicht auf die Weise, dass er uns etwas verkaufen wollte, sondern einfach schlichte, aber wichtige Tipps aus Interesse an unserem Vorhaben und unserer groben weiteren Route durch Bali und Java. Cooler Typ, der seit 10 Jahren hier lebt und seit 7 Jahren seine Informationsbüros führt.

Nach einem ausgiebigen Powernap von Mona (ca. 2 Std.) ging es dann wieder in die Stadt. Wir schauten uns den Pura Saraswati mit seinen Lotusblumen im Wasser kurz an. Hier wurde schon aufgebaut für die Tanzaufführung des Abends. Zwei kleine Mädchen übten und spielten herum, was sehr lustig anzusehen war.

Wir gingen weiter zum Ubud Market, einem großen Kunstmarkt mit allerlei Schnickschnack, Kunstsouvenirs und Kleidung, dessen Ausmaße wir erst 2 Tage später wirklich wahrnehmen sollten. Mona gönnte sich 2 silbrige Ringe, was einige Feilscherei erforderte, bis alle Parteien zufrieden waren („You happy – Me happy“).

Essen gab es heute in einem Warung in einer etwas abgelegenen Seitenstraße, was uns preislich eher zusagte, als das Stadtzentrum. Anschließend suchten wir aber auch zeitig das Bett auf, denn am nächsten Morgen wollten wir früh starten, um das erste Tagesziel vor den großen Touristenschüben zu erreichen.

Tag 10: Die drei T: Terassen, Tempel, Tänze.

T 1 : Terassen

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Der Roller, den wir für heute ab 6:30 gebucht hatten, stand erst für 7 Uhr zur Verfügung. Aber nicht so tragisch, so konnten wir noch unser Frühstück mitnehmen, bevor wir aufbrachen. Wohin? Zu den berühmten Reisterassen in Tegalalang, Balis größten Reisterassen. Später als geplant, aber immernoch früher als der Rest, machten wir uns auf den recht kurzen Weg nach Tegalalang. Dort angekommen, fanden wir erst nicht den erwarteten großen Parkplatz für Besucher, sodass wir die Hauptstraße entlangfuhren und uns links und rechts umschauten. Dies bemerkte wohl auch Komang. So fuhr Komang neben uns her und rief uns zu, wir wären zu weit gefahren, er würde uns zum Parkplatz führen. Gesagt, getan. Wir folgten ihm bis zum Beginn der Reisterassen und er führte uns zu einem kleinen Schotterparkplatz, der zu einem Café gehörte. Er sagte uns, wir könnten hier kostenlos parken, denn an der Straße sollten wir nicht parken, da dort die Polizei die Roller abschleppen lässt. Zu Fuß folgten wir ihm ein paar Treppen nach unten ins Café Ceking Sari. Von da aus hatte man einen beeindruckenden Ausblick über die wunderschönen Reisfelder. Komang lud uns auf einen Welcome-Drink ein. Wir konnten somit einige Kaffees und Tees probieren. Einige davon schmecken richtig gut (eigentlich alle). Komang war unglaublich freundlich. Er erzählte uns einiges über den Anbau und die Verwendung der Kräuter für die Tees, z.B. bei Magen-Darm-Beschwerden oder als Moskitoabwehr. Auch über die Herstellung des berümten Bali-Kaffee (Luwak-Kaffee, also der, der von Tierkot gemacht wird) konnte Komang uns einiges erzählen. Über die Kultur auf Bali und Java und die verschiedenen Traditionen des Hinduismus ergatterten wir einige neue Details. Es war ein wundervoller Start in den Tag.

Nach dem Welcome-Drink und dem Plausch mit Komang brachen wir auf, um durch die wunderschönen Reisterassen zu laufen. Es ging hoch und runter, dann wieder links und dann wieder rechts. Es waren viel weniger Leute an diesem Morgen da als wir erwartet hatten – das machte den Anblick noch eindrucksvoller. Der Lohn der Frühaufsteher auf Reisen.

Es ergaben sich tolle Fotospots und auch unsere Drohne konnte die Reisterassen von oben bewundern. Wir hielten uns auch etwas abseits der Reisterassen auf, um den vereinzelten anderen Touristen aus dem Weg zu gehen und nicht an den unzähligen Schaukeln – die unglaubliche 200.000-500.000 Rp [12-30 €] für 5x hin und her schaukeln verlangten – vorbei zu kommen. Einige Reisbauern saßen hier und da am Wegesrand und sperrten mit ihren Schranken die Straßen. Wir nannten dies die so genannten Mautstationen. Offiziell sind die Reisterassen kostenlos zu besuchen, doch wurde an solchen Stellen eine Spende für die Instandhaltung der Wege gebeten. Man konnte bezahlen was man wollte, um die Mautstation zu passieren und weiter durch die Reisfelder laufen zu können. Wir entschlossen uns dann nach einer langen Trekking-Tour durch die Felder dazu, entlang der Hauptstraße zu dem Café zurück zu gehen, um Komang eventuell wiederzutreffen. Dort angekommen trafen wir Komang leider nicht an, da er mit einer Tourigruppe in die Reisterassen gegangen war, doch wurden wir durch einen anderen freundlichen Kerl empfangen. Ardi. Auch ein lustiger Zeitgenosse. Unser Erinnerungsvermögen hatte nicht lange angehalten, weshalb wir uns nicht direkt entscheiden konnten, welchen Tee wir nun bestellen sollten. Daraufhin bekamen wir ein weiteres Mal den Welcome-Drink. Ardi gab Tipps, welcher Tee denn für Libido oder Standhaftigkeit bedeutsam wäre, aber auch, welcher bei weiblichen Menstruationsbeschwerden zu verwenden sei. Nach der langen Wanderung hatten wir etwas Hunger. Neben Fried Noodles fiel die Entscheidung auf einen Lemongras Ice Tea – sehr lecker. Nur zu empfehlen! Wir kauften am Ende auch eine Packung von 200g im Shop. So haben wir jetzt immer Tee dabei (eine Zeit lang zumindest).

Wir ließen die netten Stunden, die uns letztlich auch mal ein paar Euro mehr kosteten, aber wirklich auch einfach mit tollen Gesprächen verbunden waren, zurück und cruisten mit dem Roller weiter. Unser Spiel sollte starten. Templerun. Wie die App. Nur bessere Grafik und ohne Neustart nach Game Over. Also aufpassen auf den Straßen und im Verkehr. Wobei zu sagen ist, dass die Fahrt von Tegalalang zum ersten Tempel des Tages durch tolle Straßen und Wege abseits des Hauptverkehrs führte und demnach einfach genossen werden konnte.

T 2: Tempel

Wir hatten uns also nach den Reisterassen 3 Tempel auf die Tagesagenda gesetzt. Der erste sollte der Pura Tirta Empul sein. Beim Eingang bekam Pumba eine Banane, die es hier stets im Mini-Format zu essen gab, in die Hand gedrückt. Er probierte sie nur zu gerne, doch nach den 2 Happen, die sie darstellte, wollte die Frau, die sie ihm gab, dass er gleich mehrere Stauden kaufen solle. Aber wohin damit? Außer im Bauch hatten wir nirgendwo Platz für einen solchen Transport und der Bauch war ja auch vor Kurzem erst gefüllt worden. Also danke für die Banane, aber es bleibt bei der einen.

Der Pura Tirta Empul ist besonders. Im Tempelareal befindet sich eine Quelle, aus der für die Hindus heiliges Wasser sprudelt. In diesem Wasser kann man sich bei einem Besuch des Tempels rein waschen. Diese Reinigung darf auch von Besuchern anderer Glaubensrichtungen erlebt werden.

Hierzu bekommt man einen speziellen Sarong, den man mit ins Wasser nehmen darf. Zusätzlich wird einem eine kurze Einführung in das Ritual und wie man es durchführt von einem Einheimischen mit auf den Weg gegeben und schon kann man sich von außen und innen reinigen gehen (Ja, die Schlange ist etwas lang, aber es schien zügig voranzugehen). Leider hatten wir das in der Tagesplanung nicht mehr so ganz auf dem Schirm, sodass wir weder Handtücher noch andere Kleidung dabei hatten und daher auf dieses schöne Ritual verzichten mussten. Pumba überlegte kurz, ob es nicht trotzdem machbar wäre, man könne sich ja danach von der Sonne trocknen lassen, doch diese Idee war zeitlich gesehen wirklich nicht die beste und eher dem Wunsch einer Abkühlung in der Mittagssonne geschuldet. Auch in der weiteren Tempelanlage herrschte reges Treiben. So waren etliche Frauen damit beschäftigt, Körbe für Opfergaben zu Flechten und Blumengestecke zu gestalten. Wir ließen uns einige Zeit durch die Tempelanlage treiben, bevor wir weiterfuhren.

Nächster Stopp war der nur wenige Minuten entfernte Pura Gunung Kawi. Diese Tempelanlage war anders. Hier herrscht weniger reges Treiben, die Bedeutung der Anlage liegt eher in ihrer Geschichte.

Hier soll ein König mitsamt Familie in den beeindruckenden hohen Felsnischen seine letzte Ruhe gefunden haben. Ganz nebenbei hat Mona es hier geschafft, einen Reisbauern bei der Arbeit zu sehen, was wir auf den Reisterassen nicht sahen. Froh wie ein Honigkuchenpferd schwang sie die Kamera durch die Lüfte, doch kurz darauf war auch dieser Reisbauer verschwunden. Wohl auch zu warm für ihn hier.

Der dritte Tempel des Tages war der Goa Gajah. Auch Elefantenhöhle genannt.

Was dieser Schlund, der als Höhleneingang dient mit einem Elefanten zu tun hat, blieb uns genauso unklar, wie der Wunsch, sich in dieser Höhle aufzuhalten. Draußen knallte zwar die Sonne und es war über 30° warm, doch in der Höhle war es neben einer noch gesteigerten Temperatur auch noch unfassbar feucht. Leider hatten wir kein Messgerät zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit dabei, der Eintrag im Guiness Buch der Rekorde wäre uns sicher gewesen. Bestimmt 174%. Unsere im Bruchteil einer Sekunde völlig durchnässten Shirts konnten diesen Schätzwert untermauern. Also schnell wieder raus. Wir waren sowieso etwas geschlaucht vom Tag, also hielten wir uns hier nicht sehr lange auf. Fraglich nur, warum die Höhle erst in den 1920er Jahren entdeckt wurde, obwohl sie schätzungsweise ins 11. Jahrhundert zurückgeht. Ebenso rätselhaft für die Wissenschaft, warum hier im Komplex sowohl hinduistische als auch buddhistische Elemente beinhaltet sind. Wir glauben, dass sich einfach niemand länger als 5 Sekunden in der Höhle aufhalten will, was wohl zu kurz ist, um die bestehenden Fragen zu klären. So wird es für immer ein Rätsel bleiben.

Naja, genug gerätselt. Wir also zurück zur Unterkunft in Ubud. Powernappen.

Nach dem Powernap ging es dann in die Black Pearl zum Abendessen. 20180921_183526285414668418258622.jpgMona war sogar vergleichsweise gut gestimmt, nach einem 20-30 minütigen Powernap ist ihre Stimmung meist im Keller, sie hält einfach mehr von dem Konzept des 2-3 stündigen Naps.

T 3: Tänze

Unser Kulturtag hatte für den Abend noch ein kleines Highlight parat. Wir gingen zum Kecak Dance in den Pura Dalem Ubud. Was ein Kecak Dance genau ist, fragt ihr uns besser nicht, aber es war cool. Wirklich eine tolle Erfahrung in richtig schöner Atmosphäre. Um diese genießen zu können, brauchte man auch Story und Sprache nicht zu verstehen (Klassiker: Gut gegen Böse, kämpfen, siegen). Pumba wird noch die ganze Nacht vom cak-a-cak Trance-Gesang murmeln und sich fragen, ob man wirklich so schnell Töne von sich geben kann, oder ob das nur durch Kanon der 100 Männer entstehen kann. Wer in Ubud ist, sollte sich auf jeden Fall einen traditionellen balinesischen Tanz ansehen und dabei ist der Kecak Tanz für den Einstieg nur zu empfehlen.

Wir skypten noch eine Runde, waren aber erschlagen von so viel Kultur und fielen zügig ins cak-a-cak Traumland.

Tag 11: Verlängerung

Nach dem Kulturtag war eigentlich unser letzter Tag in Ubud angebrochen, doch uns gefiel es und wir hatten keine Lust auf Transfertag, also haben wir statt auszuchecken einfach noch eine Nacht im Teba House Bisma Ubud drangehängt. Dieser Tag stand jedoch voll im Zeichen des Chillens. Wir wollten lange im Bett liegen, auf unserer Veranda entspannen und hatten eigentlich nichts so wirklich vor für den Tag, außer lesen und planen, wie es weitergehen sollte. Diesen Teil erledigten wir also am Vormittag. Die Ergebnisse der Planungen könnt ihr dann im nächsten Bali Blog lesen.

Pumba grummelte nach der Planungssession dann aber ganz schön der Magen, weshalb wir uns in die Stadt begaben. Mona hatte die Tage davor ein Café gesehen, in dem es richtige belegte Baguettes gab. 20180922_1336403122230156734222623.jpgFür den Moment genau das Richtige als Snack für uns. Nach den Baguettes saßen wir noch lange auf der Terasse des Cafés und sprachen und diskutierten über Gott und die Welt (naja, in dem Fall hauptsächlich über unseren Blog und unseren Instagram Account. Manche dachten bestimmt, wir streiten, aber nein, so reden wir). Als wir dann doch aufbrechen wollten, musste Pumba noch kurz die Toilette aufsuchen. In der angrenzenden Kunstgallerie befand sich diese hinter einem Raum voll Bodylotions, Shampoo, Öle, etc. Als Mona dann nach Pumba ebenfalls eines WCs bedurfte, wurde es Pumba innerhalb von Sekunden so langweilig, dass er Tester nach Tester dieser ganzen Öle und Cremes ausprobierte. So musste Mona in der Folge mit einem Kerl durch die Straßen ziehen, der an jedem Körperteil einen anderen Duft ausstrahlte (von Kokosnuss üer Lemongrass zu Orange usw.) und der quasi von oben bis unten eingeölt war.

In diesem Zustand gingen wir wieder zum nahen Ubud Market. Mona hatte wohl mit zwei Ringen noch nicht genug und gönnte sich flux noch einen dritten. Same price. Bei so vielen im Vorfeld unserer Reise gestellten Fragen ging es darum, ob Pumba Mona während der Reise einen Ring kaufen würde. Das wurde ja sowieso immer verneint, aber spätestens jetzt stellt sich die Frage ja sowieso nicht mehr. So langsam ist jeder Finger besetzt, sie braucht also erstmal keinen mehr von ihm. Nun ging es auf Sarong-Suche. Wir wollten uns ein solches Umhängetuch zum einen für weitere Tempelbesuche zulegen, denn dort ist es Pflicht, Knie und Schultern zu bedecken, aber zum anderen sollte dieses Tuch uns ab jetzt auch als Strandtuch dienen. Das Feilschen hatte also begonnen. Und dann sag noch mal jemand, Pumba wäre bei der Snapback Suche wählerisch oder wenig entscheidungsfreudig gewesen. Mona konnte dies heute mit Leichtigkeit toppen. Wir feilschten an unzähligen Ständen um kleine Beträge, hatten Spaß dabei, verloren die Orientierung (Mona zumindest. Sie wusste schnell nicht mehr wo wir schon waren, wo es raus geht, gefühlt auch wo oben und unten ist.), vergaßen die Zeit. So verging der Nachmittag auf dem Markt und am Ende fanden wir doch 2 annehmbare Sarongs für einen Preis, den wir sicher im Laufe unserer Schnäppchenjagd schon unterboten, aber da noch verneint hatten. Letztlich haben wir für 2 höherwertige Sarongs jeweils 50.000 IDR bezahlt [3 €], obwohl der Händler anfangs pro Sarong 150.000 IDR [9 €] aufgerufen hatte. Billigere Varianten hat man bis auf 20.000 IDR handeln können [2,40 €].

Am Abend bestand unser Plan dann nur darin, auf der Veranda zu chillen und uns Pizza bringen zu lassen. Hierzu hatten wir von 2 Restaurants mit Lieferservice die Karten mitgenommen und durften die Bestellung von der Rezeption aus durchgeben. Das war nice. Pizza, Würfelspiele, Netflix und Doritos. Heimabend auf der anderen Seite der Welt.

Tag 12: Tschüss Ubud – Danke Teba House

Der nächste Tag startete unschön. Nachdem wir die Backpacks packten, wollten wir kurz per Grab eine Fahrgelegenheit zum nächsten Ziel unserer Bali-Tour schnappen. Es war nur 1 Fahrer verfügbar und der verlangte horrende Preise, nein danke. Für die öffentlichen Bemo Busse war es mit mittlerweile 10 Uhr aber wohl auch schon zu spät, schließlich hätten wir mit denen 3-4 Umstiege gehabt mit unklaren Wartezeiten, wollten ja aber zu gerne noch an diesem Tag ankommen. Pumba ging in unserer Not also zur Rezeption und fragte den netten Herren vom Teba House Bisma Ubud, was denn auf der Straße für ein Taxi als annehmbarer Preis durchgehen würde. Dieser zögerte nicht lange, schwang den Telefonhörer und machte uns eine Minivan-Fahrt im Tourivan klar. Eigentlich muss diese 1 Tag vorher reserviert sein, ansonsten geht nur noch Privatshuttle für das vierfache Geld, aber irgendwie ging es dann doch. Um 10:47 erfolgte der Anruf, um 11:00 Uhr sollte das Shuttle starten. Glücklicherweise waren sogar noch zwei Plätze frei für jeweils 165.000 IDR [9,90 €]. Gut, dass die Backpacks schon gepackt waren und wir den Herrn keine 20min später um Rat gefragt haben. Vielleicht muss man ja auch nicht immer alles selber buchen, sondern auch mehr die Connections der Unterkünfte nutzen. Danke Teba House. Sowieso eine sehr coole Unterkunft mit tollen Leuten, die sie unterhalten. Einziges Manko war der Wassersdruck der Dusche bei uns im ersten Stock. Da kamen – wenn überhaupt – nur wenige Tropfen heraus, sodass wir quasi 4 Tage lang mit der in Asien gängigen Klobrause duschten, die eigentlich nicht zur Ganzkörperreinigung vorgesehen ist, sondern nur an bestimmten Stellen nach bestimmten Geschäften einzusetzen ist. Aber hilft ja nichts, hat eigentlich super funktioniert. Und dafür durften wir ja auch 4 Tage auf einem Spongebob Kissen schlafen. Also volle Bewertung.

Das Shuttle war da, weiter ging’s. Die ersten 20 Minuten wurden wir beide schön im Privatwagen kutschiert. Der Fahrer dieses Wagens hielt aber scheinbar nicht viel vom Radio und hörte lieber das unaufhörliche Piepen seines Warnsignals, dass er sich bitte anschnallen sollte. Aber wie gesagt, hörte er wohl lieber als Radio. Daher gar nicht so schlecht, nach 20 Minuten in einen 12 Sitzer Minivan zu wechseln, selbst wenn dieser keine Klimaanlage hat.

Nächster Stop: Amed.


2 Gedanken zu “ubud – kulturhauptstadt + touristenmagnet

  1. Herrlich! Immer wieder herrlich euren Block zu lesen!
    Ihr schreibt so authentisch und ehrlich, dass ich das Gefühl habe, es live von euch erzählt zu bekommen 🙂
    Ihr erlebt soviele freundliche Menschen dort. Nun, da ihr auch liebenswerte Menschen seid, habt ihr das verdient!
    Vielen Dank für eure Blognachrichten, ich freue mich immer wieder darauf.

    In Liebe, seid umarmt! ❤

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