danao – panglao/bohol

Tag 169: weg von den Massen

Zum Frühstück gab es wahlweise Rührei mit Bacon und Marmelade für den Toast 15531257440967514649969259369203759.jpg(Pumba) oder ein Omelette mit diversem Gemüse gefüllt (Mona). 15531257300668676618392608613343434.jpgDann schnappten wir uns wieder unseren kostenlosen Roller und fuhren zum Alona Beach. Da hier jedoch der ganze Strand mit Booten belegt war und wir schon bei der Ankunft von etlichen Kerlen angesprochen wurden, ob wir denn wirklich keine Bootstour machen wollten, machten wir auch schon wieder kehrt und verließen den Alona Beach. Es war einfach zu viel los. Wir entschlossen uns kurzerhand, stattdessen den White Beach an der Ostseite Panglaos auszuprobieren. Auf dem Weg dorthin fanden wir noch ein Handy TopUp für Pumba und dann sogar eine Wasserauffüllstation. Hier bekamen wir für 4 Pesos [ca. 0,07 €] einen Liter Wasser – Schnapper.
Als wir den White Beach erreicht hatten, stellten wir den Roller ab und waren begeistert, denn hier war fast nichts los. Der ein oder andere Local versuchte uns Perlen aus Muscheln anzubieten, Touris waren hier aber nur ganz vereinzelt zugegen. So suchten wir uns einen guten Platz im Schatten des schmalen Strandabschnitts. Auf dem Weg dorthin sahen wir leider noch einen kleinen Hai, der tot an den Strand gespült worden war.


Nachdem wir uns im Sand ausgebreitet hatten, stellten wir jedoch schnell fest, dass die Flut dabei war, näher zu rücken. So zogen wir schnell noch einige Meter nach hinten um, bevor wir uns im Wasser eine Runde abkühlten.

Es wurde noch ein wenig in der Sonne gebadet und Pumba sportelte noch etwas herum, bevor unsere Mägen sich am frühen Nachmittag meldeten und wir uns schon wieder zum Aufbruch bereit machten.
Wir stoppten am Shaka Café, wo wir uns erst einmal sehr erfrischende und köstliche Smoothie Bowls gönnten. Diese kamen im Angebot zusammen mit einem Latte Macchiato. Ein Fest.

Wir hatten aktuell wenig Lust auf Orga-Kram – außer es ging darum, coole Campervans in Neuseeland zu sichten. Deshalb entschieden wir uns, alle Unterkünfte auf den Philippinen heute schon zu buchen, damit wir das in den nächsten beiden Wochen aus dem Kreuz hatten. Das bedeutete eben auch, dass wir uns schon jetzt auf einen Plan festlegten, wo und wie lange es uns in Palawan hinverschlagen würde. Also eben ganz anders, wie wir es aus der Vergangenheit kannten.
Da wir uns nicht sofort auf die Unterkünfte einigen konnten – das Preisniveau hier lag einfach höher als im restlichen Südostasien –, verging im Café so viel Zeit, dass wir uns auch noch eine vegane Variante überbackener Nachos teilten. 15531257351803095489100401668438150.jpgDas Fleisch wurde hier durch eine Jackfrucht ersetzt. Es schmeckte sogar wirklich gut, hätten wir es nicht gewusst, hätten wir es vielleicht nicht einmal bemerkt.
Danach ging es dann in die Unterkunft, wo wir die restlichen Buchungen abschlossen und den Abend dann bei Kartenspielen und Bier genoßen.

Tag 170: an Panglaos Nordküste

Auch heute wollten wir lieber entspannend am Strand liegen, als groß aktiv zu werden. So hatten wir uns gegen die typischen „to do’s“ von Bohol entschieden. Keine Chocolate Hills, keine Mini-Affen (Tarpier), keine Flussrundfahrt auf dem Loboc-Fluss. Einfach nur Strand und faulenzen. Die letzten Monate steckten vielleicht doch einfach mehr in den Knochen, sodass wir uns auf den Philippinen eine Auszeit gönnen wollten. Hier war unser Plan weniger Sightseeing, dafür aber entspannt am Strand Neuseeland und vor allem den Kauf eines Campervans vorzubereiten. Leider machte das Internet hier nicht immer mit, doch wir versuchten es.
Der heutige Strand hieß Momo Beach und war an der Nordwestseite Panglaos. 1553125736582848171592781721300171.jpgWir fuhren wieder eine knappe Viertelstunde dorthin, wo wieder Nichts los war. Heute war es zwar auch windiger und wolkiger, doch insgesamt hatten wir in Panglao mehr Touristen erwartet. Nur am Alona Beach schien es voll zu sein. Am Momo Beach waren wir gerade die Einzigen. Wir gingen am Strand entlang und fanden ein Resort mit Liegen am Strand. Fast alle Liegen waren leer und wir dachten uns, wenn es nicht erlaubt sein würde, würde uns schon jemand von den Liegen bitten. So lange konnten wir ja aber auch bequemer liegen als auf dem sandigen Boden. Außer ein paar Hunden, von denen sich einer irgendwie Pumba zugehörig fühlte, kam jedoch niemand.

Der Hund wollte sogar auf Pumbas Liege steigen, als dieser sich kurz aufsetzte. So viel Platz und Vertrauen war aber dann doch noch nicht da, sodass sich der Hund auch mit einem Platz unter Pumbas Liege zufrieden gab.
Wir chillten den halben Tag auf den Liegen, während wir erste Anfragen und Antworten zu verschiedenen Campervans stellten und erhielten. Mitarbeiter vom Resort waren Fehlanzeige. Danke also auch hier noch einmal.
Als wir aufbrachen, kauften wir uns auf dem Rückweg noch ein paar Brötchensnacks und Früchte, um in der Unterkunft leckere und günstige Snacks zur Zwischenmahlzeit zu haben.

Diese bereiteten wir vor unserem Bungalow zu, das ebenso ein Dorm hätte sein können. Die Trennwand zum Nachbarbungalow war so dünn (aus Bambusflechten), dass man jedes Wort verstand und sogar das Licht nebenan sehen konnte – um nicht von den Badgeräuschen anzufangen.
Für das später folgende Abendessen hatten wir uns Pizza, Lasagne und Rotwein bei Vanilla Sky ausgesucht, schließlich gab es auch heute einen Grund zum Feiern. Es war Weiberfastnacht (und Linda hatte Geburtstag). Und wenn es was zu feiern gibt, gibt es bei uns teures Essen und Wein. Wie bei Pumbas Geburtstag, an Weihnachten oder an unserem Jahrestag.


Bier auf Wein, so muss es sein? Dachten wir uns auch, weshalb wir in der Unterkunft auch noch ein Bierchen tranken, während wir mal wieder gegeneinander Quixx spielten.

Tag 171: mal wieder ein Transfertag

Es sollte mal wieder ein Transfertag anstehen. Für das, was wir eigentlich auf den Philippinen vorhatten, hatten wir beachtlich viele Transfers eingeplant. 1553125729554583269448257648033002.jpgVielleicht hatten wir die Flüge einfach gebucht, bevor uns bewusst wurde, dass wir aktuell nicht so aktiv von einer Sehenswürdigkeit zur anderen rennen wollten.
Nach dem Frühstück nutzten wir unseren Roller noch ein letztes Mal, um in der Stadt Geld abzuheben. Dann beglichen wir unsere Unterkunftsrechnungen und saßen noch eine Weile im dortigen Aufenthaltsbereich. Leider konnten wir trotz offenem Check-In unser Gepäck bei Philippine Airlines nicht upgraden, was uns etwas Kopfzerbrechen bereitete. Denn zum jetzigen Zeitpunkt hatten wir zu viele Kilos dabei und wollten den teuren Gebühren am Flughafenschalter umgehen. In der Unterkunft, den Hope Homes, schien aber mal wieder niemand der Mitarbeiter auch nur halbwegs engagiert zu sein, um uns behilflich zu sein. Lieber wurde weiter mit dem eigenen Handy herumgespielt. Die Anfrage, ob es möglich sei ein kurzes Telefonat mit der Airline zu führen, wurde abgelehnt – was für eine Gastfreundlichkeit. So bestand keine Möglichkeit, das Büro der Airline zu kontaktieren, da wir selbst weder Frei-Minuten noch ausreichend Pesos auf unseren Sim-Karten hatten. Also mussten wir einfach früher als geplant zum Flughafen in Cebu aufbrechen. Waren wir bisher auf den Philippinen stets unheimlich freundlich empfangen worden und hatten uns in den Unterkünften wohlgefühlt, war es hier, als würde es niemanden kümmern, ob man eben da war oder eben nicht. So waren es auch nur andere Gäste, die auf unseren „Goodbye“-Ruf beim Gehen antworteten. Es war ja noch immer Akku im Handy vorhanden.
Wir gesellten uns dann an den Straßenrand am Busterminal in Danao. Wir waren umgeben von Tricycle Fahrern, die uns zu gerne zur Fähre gebracht hätten, doch wir erklärten ihnen, lieber auf den Bus zu warten, da dieser günstiger wäre. Auch kein Problem für sie, sie waren einfach nett in ihrer Klatschrunde am quatschen. Sie winkten den Bus heran, der uns mitnehmen sollte. Mit diesem ging es dann über den Flughafen von Panglao nach Tagbilaran. Am dortigen Terminal stoppten wir auf der Suche nach Sonnencreme und Ohropax noch in einer Mall – erfolglos. Immerhin konnten wir noch etwas zu essen ergattern. 15531257436242314053586155014687639.jpgDann ging es mit dem Tricycle weiter zum Hafen und mit der nächsten Fähre dann schließlich im Sonnenuntergang nach Cebu, nur um am dortigen Hafen wieder in ein Taxi zu steigen und zum Flughafen zu fahren.

Transport nach Transport. Einer der tollsten Tage unserer Reise – not, aber es gehört eben zum Reisen dazu.
Als wir am Flughafen angekommen waren, ging es für uns erst einmal zum Büro der Philippine Airlines. Schließlich war der Besuch dessen ja unser Grund, warum wir schon gegen 19:30 Uhr am Flughafen aufkreuzten, obwohl unser Flug erst um 5:15 Uhr abheben sollte. Leider teilte man uns im Büro mit, dass unser Gepäck-Upgrade nicht für Flüge nach Busuanga (Coron) möglich war. Hierfür müssten wir eine ganze Flug-Kategorie upgraden, was knapp 5.000 Pesos [ca. 83,30 €] kosten würde. Dann empfahl man uns doch besser, einfach am Schalter das Übergewicht für 200 Pesos [ca. 3,33 €] pro Kilogramm zu zahlen. Da wir aktuell 10 Kilogramm zu viel hatten, müssten wir diesen Betrag dann mal 10x nehmen. Na klasse. Und für die Info sind wir so früh hierher gekommen.
Der Versuch etwas zu essen aufzutreiben misslang auch erstmal, da wir von Terminal zu Terminal gingen, aber nirgendwo die Essensstände erreichten, da die meisten hinter der Sicherheitskontrolle waren. In unserem Terminal 2 wurde zudem noch fleißig umgebaut, was bedeutete, dass es erstmal draußen gar nichts gab.

Wir machten mit unserem Gepäckwagen einige Meter. Wenn also jemand einen Verlag kennt, der einen Reiseführer für den internationalen Flughafen in Mactan/ Cebu braucht, wir wären bereit dazu.
Am Ende landeten wir im Starbucks, wo es neben einem Frappé ein paar warme 15531257475872041382578846351730172.jpgSnacks gab. So hatten wir auf unserer Reise nach McDonalds, Burger King oder KFC auch die letzte große Kapitalistenkette besucht. Hier saßen wir erst einmal, bis der Laden schloss. Wir überlegten, wie wir unser Gepäck erleichtern würden und beobachteten eine Film Crew, die hektisch all ihre Koffer bei Air Asia umpacken musste, da sie sich nicht an die Regeln für Akkus gehalten hatte.
Als man uns aber irgendwann nach der Schließzeit bei Starbucks quasi vor die Tür setzte, ergatterten wir 2 Sitze, die als Nachtlager dienen sollten. Geschlafen wurde aber nicht. Mona fügte Blogbeiträge zusammen, während Pumba für Neuseeland Infos zusammenstellte.
Nach einigen Stunden tat sich dann auch etwas an den Schaltern von Philippine Airlines. Das war unser Zeichen, unsere Backpacks zu erleichtern. Wie gesagt, jeder hatte aktuell ca. 15 kg Gepäck darin, es waren aber nur 10 kg erlaubt. Die 7 kg Handgepäck füllten wir auch schon aus. So hieß es jetzt also Zwiebellook. Wir zogen Lage um Lage übereinander an, wodurch die Backpacks immer leichter wurden. Unser treuer Reiseführer, wie man billig durch Südostasien kommt, musste nun auch weichen. Er war zu schwer und wir brauchten ihn auch nicht mehr wirklich. Dann kam eine gute Nachricht: Wir fragten uns durch, ob wir Drohnen- und Kameratasche quasi als „Handtasche“ neben dem Handgepäck tragen durften, was uns zugesagt wurde. So wurden dann auch in den Daypacks noch einmal Raum und Gewicht zum Umlagern frei.


Als wir dann am Schalter standen, um unser Gepäck aufzugeben, sahen wir nicht so aus, als würden wir nach Coron, eine Trauminsel auf den Philippinen fliegen. Viel eher sahen wir so aus, als würden wir für eine Expedition in die Antarktis aufbrechen.
Das Ende vom Lied begeisterte uns aber: Pumba hatte tatsächlich nur noch 10 kg in seinem Backpack, Mona lag bei 11 kg, was den netten Herrn, der sich vielmehr für unsere Lebensgeschichte und unsere Reise als unser Gepäck interessierte, aber nicht weiter kümmerte. So mussten wir Nichts draufzahlen, hatten also doch die 35 € gespart – und waren sogar billiger, als wenn wir vorhin im Büro der Philippine Airlines für 13 € Gepäck dazu buchen hätten können.
Mit diesem positiven Ausgang der Geschichte gingen wir sogar noch einmal am 15531257485493411184442485005297293.jpgMülleimer vorbei, worin der Reiseführer gelandet war und nahmen ihn tatsächlich wieder heraus. Wir ließen ihn einfach lieber in einem Hostel für andere Backpacker liegen als in einem Flughafenmülleimer.
So ging am Ende doch noch einmal alles gut, wir gönnten uns sogar noch ein paar Donuts und Munchkins bei Dunkin‘ Donuts (jetzt hatten wir dann tatsächlich alle westlichen Fast Food Ketten drin) und warteten auf unseren Abflug.


Nächster Stopp: Busuanga (Coron). Die erste Hälfte der Philippinen lag somit hinter uns. Das letzte Kapitel unserer Reise durch Südostasien stand bevor. Landschaftlich sollte es noch einmal ein Highlight setzen. Mal sehen, ob es halten kann, was es verspricht.

Bis dahin,
M & P


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